Olé olé!
Wußtest Du, daß es so eine Veranstaltung gibt? Ich nicht. Ich habe es vorgestern erfahren, als ich neutralisiert auf meiner Couch gelegen bin und mich über den Münchner Tatort geärgert habe (der war blöd) und nicht wußte, was ich mir noch anschauen sollte. Ich hätte auch ein Buch lesen können, aber das ist ein anderes Thema. Auf 3Sat oder WDR kam dann eine Dokumentation namens Abseits über die Schweizer Nationalmannschaft im Obdachlosenfußball, und bei der bin ich dann hängen geblieben.

Tatäschlich existiert seit 2003 eine jährlich stattfindende Weltmeisterschaft. Dieses Jahr findest sie (vom 1. bis 7. Dezember) nach Städten wie Edinburgh, Graz, Kapstadt, Kopenhagen und Göteborg in Melbourne statt.
There are one billion homeless people living in our world today.
The Homeless World Cup exists to end this, so we all have a home, a basic human need.
The Homeless World Cup is an annual, international football tournament, uniting teams of people who are homeless and excluded to take a once in a lifetime opportunity to represent their country and change their lives forever. It has triggered and supports grass roots football projects in over 60 nations working with over 25,000 homeless and excluded people throughout the year.
The first tournament took place in Graz 2003 uniting 17 national teams. At the 5th Homeless World Cup in Copenhagen this summer, 48 nations, 500 players were united for a once in a lifetime opportunity to represent their country. Melbourne is the host city for the next tournament from 1-7 December 2008.
The impact is consistently significant year on year with 73% of players changing their lives for the better by coming off drugs and alcohol, moving into jobs, education, homes, training, reuniting with families and even going on to become players and coaches for pro or semi-pro football teams.
The Homeless World Cup supporters include UEFA, Nike, UN, Manchester United, Real Madrid, Ambassador Eric Cantona and international footballers Didier Drogba and Rio Ferdinand.
Tatsächlich ist das eine sehr gute Idee, finde ich. Vor allem, wenn es den Spielern wirklich hilft, wieder ein Bein auf den Boden zu bekommen. Andererseits ist der eine oder andere ja nicht ganz unschuldig an seiner Situation. So bestand das Schweizer Team zu einem nicht unwesentlichen Teil aus Drogenabhängigen (was zu der absurden Situation geführt hat, daß der Betreuer eine große Menge Methadon im Gepäck hatte). Jetzt sage ich natürlich nicht, daß man diesen Menschen nicht helfen sollte, aber man kann sich doch vorstellen, daß es bei ein paar von ihnen vergebliche Liebesmüh’ sein wird (ich habe nur zwei Monate mit einem Junkie zusammengewohnt, aber das hat mir schon gereicht, um zu wissen, daß es unheimlich frustrierend sein kann, einem Drogensüchtigem helfen zu wollen). Trotzdem soll man es wenigstens versuchen.
Hurrah für den Obdachlosenfußball!!
Deine marta